Praxishandbuch BPMN

praxishandbuch_bpmn Pünklich zum Wochenende lieferte Amazon mir das neue “Praxishandbuch BPMN” von Jakob Freund, Bernd Rücker und Thomas Henninger. Innerhalb weniger Stunden hatte ich das Buch verschlungen. Es enthält geballte Informationen zur BPMN 1.2 und 2.0. Die Informationen werden dem Leser anhand vieler Beispiele veranschaulicht. Da ich mich schon seit einiger Zeit mit BPMN beschäftige dachte ich zuerst, dass ich die erste Hälfte des Buches (Kapitel 2 – Die Notation im Detail) einfach überspringen kann. Doch beim Anlesen habe ich schnell gemerkt, dass selbst für fortgeschrittene Prozessmodellierer viele kleine Tipps und Kniffe aus den Erfahrungen der Autoren einfließen, die einem das Leben vereinfachen können. Vor allem die Neuerungen, die mit BPMN 2.0 kommen werden vernünftig erklärt und kritisch betrachtet. Dadurch erhält man einen guten Einstieg in BPMN 2.0, denn die Spezifikation ist mittlerweile nicht mehr ganz so handlich wie zu BPMN 1.2 Zeiten :-) Es werden zusätzlich viele Best-Practice Ansätze vermittelt, wie die einzelnen Objekte im BPMN eingesetzt werden können und sollten. Hierbei wird jederzeit der BPM Common Body of Knowledge als BPM Standardwerk berücksichtigt.

Sehr gut gefällt mir auch, dass die Autoren immer wieder betonen, dass BPMN nicht nur für Techies und Programmierer ist, sonder auch für alle “normalen Menschen” ;-) . Hierbei werden die ab und zu doch etwas technisch klingenden BPMN Objekte, Begriffe und Vorschriften immer wieder auf das “echte Leben” umgemünzt, damit JEDER BPMN versteht und damit arbeiten kann.

Im zweiten Teil des Buches wird das camunda BPMN-Framework beschrieben. Hierbei werden die zu modellierenden Prozesse verschiedenen Ebene zugeordnet. Jede Ebene wird detailliert beschrieben. Dies geschieht wieder mit vielen Tipps und Beispielen aus der Praxis. Die Beschreibungen sind schlüssig und gut zu lesen. Durch die Aufteilung in die verschiedenen Ebenen wird erläutert wie man vom ersten groben Prozessbild ggf. bis zur Prozessautomatisierung kommen kann.

Abschließend werden noch einige allgemeine Tipps für den Einstieg in das Thema BPMN gegeben.

Fazit: Ich finde das Buch hervorragend. Es hat meine Erwartungen übertroffen und ist wirklich sogar noch besser als das Buch von Bruce Silver BPMN Method & Style“. Durchweg werden alle Probleme griffig erklärt und mit Beispielen unterstützt. Die unzähligen Tipps werden jedem der sich mit BPMN auseinandersetzt weiterhelfen. Das einzige kleine Manko, dass ich erkennen konnte war, dass häufig der Text und die dazugehörige Grafik auf unterschiedlichen Seiten sind, so dass man beim Lesen viel hin und her Blättern muss. Mal war der Text auch vor der Grafik und mal nach der Grafik, das ist nicht ganz konsistent, aber trübt keineswegs den Gesamteindruck.

Commentary

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  1. 1. Januar 29th, 2010

    Als Thalia Kunde muss ich immer noch auf meine Ausgabe warten!

    hans

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