Lebendiges Prozessmanagement – BPM-Club in Dortmund

Gestern war ich zum ersten Mal bei einem BPM-Club Workshop dabei. Ich fand den Abend sehr interessant und konnte einige spannende Aspekte aus dem Bereich der prozessorientierten Unternehmensführung für mich mitnehmen.

Nach einer einführenden Kennenlernrunde der anwesenden Personen hat Fr. Brasse das Unternehmen WILO vorgestellt. Hierbei kam der BPM-Teil nicht zu kurz. In Vorbereitung auf den Workshop wurde dargestellt wie WILO das Thema BPM aktuell handhabt. Es wurden konkrete Beispiele gezeigt und aktuelle Probleme angesprochen. Im Anschluss moderierte Fr. Brasse sehr gekonnt den Workshop. Die für den Abend wichtigste Frage war: Was macht ein lebendiges Prozessmanagement aus?

In der sehr aufgeschlossenen Runde wurde zuerst eine persönliche Einschätzung abgegeben wie lebendig BPM in den eigenen Unternehmen (bei Beratern beim Groß ihrer Klienten) aktuell ist. Die Erfahrungen der Teilnehmer sind hier sehr verschieden, vom „halbtoten“ BPM bis zum lebenskräftigen BPM waren alle Eindrücke vertreten. Dies regte natürlich dazu an die Unterschiede zu erörtern und so haben wir gemeinsam einige Merkmale für lebendiges Prozessmanagement und förderliche bzw. hemmende Vorgehensweisen zusammengetragen. Durch den gemischten Teilnehmerkreis und den offenen und respektvollen Umgang entstand schnell eine konstruktive Zusammenarbeit. Da ich eher aus der technischen Ecke des BPM komme, konnte ich mit großem Interesse den Ausführungen der verschiedenen Prozessexperten folgen, die ihre Erfahrung in der organisatorischen Umsetzung des Prozessmanagements darstellten.

Sehr positiv anzumerken ist, dass es wirklich ein richtiger Workshop war. Keiner der Anwesenden hat versucht diese Plattform zur Vermarktung eigener Dienstleistungen auszunutzen. Es waren auch nicht nur Berater vor Ort, sondern auch Inhouse – BPM’ler anderer Unternehmen. Ein wenig hat leider die Vertretung der Anwender-Seite gefehlt. Laut Herrn Schnägelberger ist dies in der Regel aber nicht der Fall, da 40% der BPM-Club Mitglieder Anwender sind.

Ich freue mich schon auf den nächsten Workshop des BPM-Clubs Anfang September in Köln und bedanke mich noch einmal bei Fr. Brasse und Hrn. Schnägelberger für die gelungene Veranstaltung.

Tipps zum Business Process Management – Teil 3

Im dritten Teil meine Tipp-Serie zum Business Prozess Management möchte ich auf ein paar wesentliche Punkte zum Thema Prozessmodellierung und Prozessdesign eingehen. Da in jedem BPM-Projekt mindestens ein Prozessmodell den Grundstein des Projektes bildet ist es enorm wichtig, dass die Qualität der Prozessmodelle dem auch gerecht wird.

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Neue Roadmap von Intalio veröffentlicht

Es klingt sehr spannend welche neuen Features im Intalio BPM bis zum Frühjahr 2011 implementiert werden sollen:

  • Mash-Ups
  • Process Emulation
  • Process Simulation
  • BPMN 2.0 Execution (wie ich schon hier vermutet hatte)
  • und vieles mehr…

Die komplette Roadmap ist auf der neuen Seite von Intalio zu finden.

Tipps zum Business Process Management – Teil 2

Im zweiten Teil meine Tipp-Serie zum Business Prozess Management möchte ich noch einmal grundlegende Projektmanagement-Themen ansprechen: Strategie, Ziele, Kommunikation und Risikomanagement.

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Process Solution Day 2010 der gfo

Ein langer Tag geht zu Ende. Heute war ich Gast auf dem 5. PSD der gfo (www.gfo-kongress.de). In 3 parallelen Streams wurden diverse BPMS von den Herstellern vorgestellt. Jeder Hersteller hatte 45 Minuten Zeit zu einem von 3 Themen Stellung zu beziehen. Das erste Thema war Modellierung und Dokumentation. Thema zwei war SOA und Thema drei Human Workflows und Prozessportale. Ich habe mir hauptsächlich die Vorträge zum Thema Human Workflow angesehen.
Ich bin doch positiv Überrascht, wie weit die Toolhersteller mittlerweile sind. Alle vorgestellten Produkte waren ausschließlich Zero-Coding Lösungen. Im Kern der BPMS sind kaum noch Unterschiede auszumachen. Alle unterstützen Prozessversionierung, Rollen, Dokumentenanhänge und diverse Schnittstellen zu Drittsystemen. Im Detail steckt aber der Teufel. Einige der Tools kommen mit selbst entworfenen Modellierungsnotationen daher. Leider musste ich auch feststellen, dass einige der Präsentatoren von Prozessmodellierung an sich nicht viel Ahnung hatten (Wer nennt bitte eine Aktivität “Vorgesetzter”???). Generell waren die größten Unterschiede in der Modellierung zu finden. Während in einigen Tools die Prozessmodelle sehr technisch modelliert werden müssen (sind fast schon modell-view controller) sind andere Hersteller weiter und dort können sehr Business-nahe Prozesse an die Engine übergeben werden (z.b. bei Xpert.Ivy oder Appian) oder es werden sogar verschiedene Modellebenen berücksichtigt (wie bei inubit).
Zuerst muss ich jetzt erst mal die ganzen Eindrücke verarbeiten. Es gibt keine kompaktere Möglichkeit sich über eine so große Zahl an Produkten zu informieren. Einige der Tools werde ich mir in den nächsten Wochen auf jeden Fall noch mal genauer angucken.